Irisierende Prachtstücke neben relaxed Separates; von ultra-eleganten Kaminkleider bis hin zu ‘T-length’- Schönheiten in Dreiviertel-Länge und deutlichem 50’s Feeling, das sind die neuen Trends auf der diesjährigen Brautmoden-Messe, European Bridal Week, in Essen.

Dazu kommt die Neuinterpretation der klassischen Cindarella Silhouette wie hier mit langen Ärmeln, schlank und raffiniert mit Spitze durchbrochen.

Ärmel an sich sind überhaupt ein großes Thema dieses Jahr. Auch der Trend, die Schultern der Braut zu betonen bedeutet, dass Ärmeln wieder mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird. Besonders wichtig ist hier eine gute Stoffqualität, da das Kleid sonst schnell etwas billig aussieht. Hier zwei Versionen, einmal modern und ultra-schick, oder romantisch verspielt.

Brautmode und Corona – Das sagen die Produzenten

Die Brautmodenwelt wurde von der Corona Krise sehr hart getroffen, und rückt zusammen. “Wir müssen unsere Kunden, das heisst die Brautmodengeschäfte, die wir beliefern, unterstützen, um diese Krise zu überleben”, meint Herr Papadopolous, von Ilissa Fashion Group (Demetrios, Eleni Elias). Dafür halten Produzenten engsten Kontakt mit ihren Kunden und finden flexible Lieferlösungen.

Die geografische Aufstellung der Produktionsstätten und die Lagerpolitik sind die entscheidenden Faktoren. “Nur weil wir unser riesiges Zentrallager in Berlin haben, um von da aus liefern, konnten wir diese Zeit bisher glimpflich überstehen”, meint auch Frau Gebauer, vom deutschen Label Bianco Evento.

Geheiratet wird nach wie vor, trotz Corona, nur eben im kleinen Rahmen. “Ihren großen Auftritt will sich eine Braut auch nicht nehmen lassen”, bestätigt Frau Gebauer, und recht hat sie! Die großen Feiern wurden und werden nach wie vor verschoben, doch das Heiraten geht weiter. Dafür verändert sich auch die Nachfrage, hin zu schlichteren, kurzen Kleidern, die auch traditionell dem Standesamt vorbehalten waren. Das große Kleid für die Feier hat die Braut dann meist schon längst im Haus.

Dennoch bleibt vieles anders, in der Modewelt. Vor allem beim internationalen Fashionweek-Kalender zeigt sich, dass Labels mit ihren ganz eigenen Problemen zu kämpfen haben. Logistik und Transport der Kollektionen und reduzierte Teilnahme der Interessenten und Käufer zwingen viele, eine Teilnahme zu überdenken, wie auch das High-Fashion Label Justin Alexander, das seine diesjährige Teilnahme an der Barcelona Bridal Week abgesagt hat. Dennoch oder vielleicht gerade deshalb wollen wir euch die Justin Alexander Signature Kollektion nicht vorenthalten.

Kreationen von Justin Alexanders Kollektion Adore sind auch unter den, vom Wolkenkuckuck Fashion Editor gekürten, besten 4(!) Designs der European Bridal Week 2020. Mehr dazu im Artikel “Showstoppers der European Bridal Week 2020“.