Im Folgenden werden einige Tipps für eine glückliche Langzeitbeziehung und Ehe von Therapeut/innen und Erfahrungen von Paaren beschrieben.

Eine Ehe einzugehen ist für viele Menschen nach wie vor im Lebensplan enthalten. Die eigene Familie gründen, gemeinsam alt werden, sich gegenseitig unterstützen und glücklich machen klingt schon idyllisch. Aber wann ist die Zeit richtig?

  • Ihr seit ineinander verliebt
  • Der Wunsch, dein Leben mit der anderen Person zu teilen, besteht
  • Bereit einen lebenslangen Begleiter/ eine lebenslange Begleiterin zu haben
  • Ihr habt beide realistische Erwartungen und gemeinsame Ziele
  • Offen über alles reden können
  • Ihr würdet euch wohl fühlen, eine voreheliche Beratung durchzuführen, um sicherzustellen, dass dies die richtige Wahl ist
  • Du möchtest dich mit einer Person verbunden fühlen, die du liebst, und emotional mit dieser Person wachsen
  • Bereitschaft, füreinander da zu sein, während jeder seine eigenen Bedürfnisse und Träume erfüllt
  • Gegenseitiger Respekt

Weiters gehen wir genauer auf diese Punkte ein.

Realistische Erwartungen und gemeinsame Ziele

Die Honeymoon-Phase. Wer kennt sie nicht? Du idealisierst deinen Partner und denkst, er oder sie kann nichts falsch machen. Alles macht Spaß und ist romantisch. Es tritt normalerweise in den frühen Stadien einer Beziehung auf und kann zwischen 6 Monaten und zwei Jahren dauern. Aber früher oder später geht es zu Ende. Aber nur weil die Honeymoon Phase zu Ende geht, heißt das nicht, dass ihr nicht für einander bestimmt seit. Ihr werdet noch immer Spaß haben, noch immer romantische Abende miteinander verbringen und vieles mehr. Aber der Drang das alles zu machen vergeht, weil ihr merkt, dass es die kleinen Dinge sind, die euch zusammen glücklich machen. Die gemeinsamen Ziele in einer Beziehung variieren. Vielleicht wollt ihr gesünder leben, Geld sparen oder die Welt bereisen. Es ist wichtig diese Träume nicht in den Hintergrund verschwinden zu lassen, das könnte zu einer unglücklichen Ehe führen.

Habe Respekt

Es ist wichtig, dass ihr euch gegenseitig wertschätzt, an den anderen glaubt und darauf vertraut, dass der Partner sein Bestes gibt, mit dem was er/sie hat.
Respektiere dich und deinen Partner. Rede freund(schaft)lich mit und über sie/ihn. Wenn die andere Person etwas unbedingt will oder braucht, ist es oft besser den Wunsch nicht zu hinterfragen, sondern zu respektieren gemeinsame Kompromisse eingehen, damit jeder glücklich ist.

Offen über alles reden

Es ist wichtig mit dem/der Partner/in über alles zu reden, was einen beschäftigt. So weiß sie/er besser, was los ist und kann dir dadurch auch besser helfen und dir vertrauen. Rede mit deiner Partnerin/deinem Partner über Probleme in der Beziehung, nicht nur mit Freunden oder Freundinnen, und findet gemeinsam Lösungen.
Aber es sollte nicht nur dann gesprochen werden, wenn es Probleme gibt. In einer Beziehung kommt es öfter vor, dass es nichts zu reden gibt, aber eine Ehe ohne Konversation, führt oft zu einem Gefühl, dass etwas fehlt. Redet miteinander über euren Tag, das Wetter, auch wenn das Thema langweilig scheint, redet darüber.

Gegenseitig Freiraum geben

Wer sich nur auf den Partner konzentriert, um erfüllt zu sein, wird schnell merken, dass das nicht ausreicht. Paare haben oft gemeinsame Freundeskreise, also achtet darauf, mit dem Freundeskreis mehrmals etwas zu unternehmen. Es ist aber auch völlig in Ordnung, separate Freundeskreise und eigene Hobbys zu haben.
So ist man nicht von einander abhängig und hat Redestoff für die Zeit miteinander. Hier ist das Stichwort “Vertrauen”. Seht Freiraum als etwas Positives und lasst ihn zu.

Streiten lernen

Laut John Gottman, einem berühmten amerikanischen Psychologen, ist der häufigste Trennungsgrund das falsche Verhalten im Streit. Das heißt nicht, dass man nicht streiten soll, ganz im Gegenteil, es ist wichtig, miteinander zu diskutieren. Doch Missachtung, Geringschätzung oder auch Ignoranz sind laut dem Psychologen die Anzeichen für eine defekte Beziehung.

Zum Beispiel ist es besser „Ich kann mich nicht erinnern, dass du mir das je so gesagt hast …“ als „Das hast du mir sicher nicht gesagt!“ zu sagen. Generell ist es immer besser Sätze in der ICH Form, als in der DU Form in einem Streit zu verwenden. 

Fortsetzung folgt

Wir hoffen sehr, dass euch diese Tipps gefallen und eine Hilfe sind. Im Teil 2, in der Jänner Ausgabe von Wolkenkuckuck, sprechen wir über Vergeben können, Wertschätzung und erstellen einen praktischen Plan. Wir freuen uns auf euch!